Willkommen auf www.hainkel.de

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Wir, zwei Freunde,

Gregor aus Bornheim und Elmar aus Düren, begrüßen euch herzlich auf unseren Webseiten. Hier dreht sich fast alles um Heinkel-Motorroller und vor allem um unsere „Hainkel“ und deren Tuning.

Jedoch sind wir nicht "markenblind". In Garagen, Kellern, Carports, Schuppen und zum leidwesen meiner Frau auch im "Winterzimmer", tummeln sich bei uns beiden, auch andere klassische Zweitakt und Viertakt (Schalt-)Motorroller. Da finden sich mehrere Vespen, Zündapp Bellas und "normale" Touristen. (Galerie) Natürlich werden die auch gefahren und selber beschraubt...eine Lambretta hat jedoch leider noch nicht den Weg zu uns gefunden.

Was genau ein "Hainkel" (the scooter formerly known as "Heinkel-Terrorist") ist, erklärt Gregor weiter unten auf dieser Seite.

Im letzten Jahr hat Gregor nicht nur seine Idee weiter entwickelt, sondern bereits mit viel Ingenieurskunst, noch mehr handwerklichen Fähigkeiten, ordentlichem Geld- und Stundeneinsatz, Improvisationsgeist, viel Freude und auch Bier, den ersten Prototyp fertiggestellt und erfolgreich im Rennen so wie auf der Straße bewegt. Die große engl. Rollerzeitung "Scootering" berichtete ausführlich in ihrer September-Ausgabe auf mehreren Seiten! Artikel in einem bekannten deutschen Schaltrollermagazin folgt. Gezeigt wurde Gregors 2 Takt Umbau z.b. auch auf der Customshow des Monsun SC in Emmerich.

Heinkel-Rennen

In diesem Jahr sollen jetzt zwei neue 2-Takt Hainkel 103A2 Touristen das Licht der Welt erblicken, natürlich mit noch mehr Leistung und noch besserer Performance.....zumindest meiner ;-)

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, momentan gibt es aber noch einige Heinkel-Fehlteile, siehe Biete und Suche. Den weiteren Fortschritt des Projektes werden wir hier ausführlich beschreiben und mit Bildern und Videos dokumentieren.

Über Anregungen, Links, Fotos, Dateien, Texte, Anleitungen oder ähnliches aus dem Heinkel Bereich würden wir uns sehr freuen und stellen u.U. gerne entsprechenden Speicherplatz im Internet zu Verfügung.

-Zur Zeit entseht hier auch die Homepage der Bösen Heinkelz-

Siehe Menüpunkt Böse Heinkelz und die Bildergalerie

 

Erfahrungen mit dem Heinkel-Tourist: 

 

Der Heinkel ist ein präzise und solide gebauter Roller. Typisch schwäbisch halt, robust und sparsam und durch und durch aus Blech. Darum wiegt er auch fast 150 kg. Erstaunlich, dass er dann trotz seiner 175 ccm 4-Takt und 9 PS schwachen Maschine fast 100 km/h schnell ist und dabei wenig verbraucht, so ca. 3- 4 l/100 km. Der lange Radstand, viel Platz im Durchstieg und die diversen Möglichkeiten Gepäck am Roller zu befestigen machen ihn zu einem idealen Reiseroller. Sich draufsetzen und nach ca. 350 km zum ersten Mal anhalten um nachzutanken, ein ca. 12 l Tank macht es möglich. Da unterbricht nicht der Tank-Stop die Tour, sondern eher der Hintern...Die Konstrukteure der Fa. Heinkel wählten nicht umsonst den Namen Tourist. Namen wie "Sprint" oder "Bella" wären ja etwas deplaziert gewesen. Und eine Wespentaille kennt der Heinkel auch nicht.

Vielmehr nannte mal jemand den Heinkelroller, wegen dem fest mit der Fronthaube verbundenen Scheinwerfer, „Straßenbahn“.  Der Nimbus eines Heinkel Touristen bei den Vespa- und Lambrettafahrern, in der so genannten Schaltrollerszene, ist nicht allzu hoch angesiedelt. Wer fährt schon ein Altherrensofa, womöglich noch mit Scheibe (das geht ja noch, weil früher original und oft auch praktisch) und mit Plastikkoffer auf dem Gepäckträger (ist vielleicht praktisch aber weder original noch stilecht, sondern einfach nur Sch…) Hinzu kommt noch das bisher nahezu nicht vorhande Tuningpotential, kein "out of the box/plug&play". Von Fremdmotoren und ähnlichen Umbauten mal ganz abgesehen. 

Ohne Gepäck- und Reserveradträger gefällt der Heinkel immer noch optisch am besten. Nebenbei bemerkt, die „ Run “utensilien wie Zelt, Isomatte, Schlafsack, Minigrill, Sitzhocker, Grillfleisch, 6-Pack und sonstiger Kram passt locker in den Durchstieg oder fest verzurrt auf die Sitzbank. 

 

Erfahrungen mit dem Heinkelmotor:

 Ein gut konstruierter Motor. Leider kaum Tuningmöglichkeiten, eventuell 200ccm Zylinder, schärfere Nockenwelle, größere Ventile, höhere Verdichtung. Es kursieren jedenfalls keine Leistungsdiagramme oder ähnliches in der Heinkelszene. Schätze mal da ist bei ca. 12 PS Schluß mit Lustig. Irgendwo bei 7000 U/min sind bei einem Motor mit untenliegender Nockenwelle und Stößelventiltrieb drehzahlmäßig Grenzen gesetzt. Hier die offizielle Tuninganleitung von 1959! KLICK

Tja und so stellte sich schnell die Frage: Wie macht man das gute Stück soliden Schaltrollerbaus schneller, kräftiger, potenter, spritziger usw. usw. ???? 

     DER HAINKEL  

Und so ergab es sich, dass eines Abends ein Heinkel 4-Takt Motor mit demontierten Zylinder/ Zylinderkopf zusammen mit einem Vespa 2-Takt Zylinder auf der Werkbank lagen und nach ein paar Bieren der Gedanke reifte beides miteinander zu kombinieren um eine ordentliche Leistungsteigerung zu erreichen.

 

Umbau des Motorblocks

Die Kurbelwellenkammer ist zum Getriebe hin mittels selbst gegossenen und dann eingepassten Aluminumgußteilen abgedichtet. Ein kupplungseitiger Wellendichtring dichtet die Kurbelwellenachse zum Getriebe hin ab. Durch diese Maßnahmen wird die für das 2-Takt-Prinzip notwendige Dichtigkeit des Kurbelwellengehäuse gewährleistet. Ausführlicher Bericht..KLICK

 

Änderungen an der Kurbelwelle

Zur Anpassung der Steuerzeiten wurde das vorhandene Pleuel mit einer Pleuellänge von 110 mm gegen ein längeres Pleuel mit einer Pleuellänge von 125 mm ausgetauscht. Der originale Hub von 61,5 mm wurde nicht verändert.

Membransteuerung

Als Einlasssteuerung dient eine große 6-Klappen Membran der Yamaha TZR-250, die in einem selbstgegossenem, unlösbar fest mit dem Motorblock verbundenen Aluminium-Membranblock sitzt.

 

Vergaser und Luftfilter

Der ursprüngliche 4-Takt-Vergaser Marke "Bing" 1/20/51“ wurde gegen einen Mikuni TMX 30 mm Flachschiebervergaser ausgetauscht. Als Luftfilter und Ansauggeräuschdämpfer dient ein RAM-AIR Schaumstofffilter.

Die 2007er Version hat einen 34er Koso Vergaser:

Koso

 

Auspuffanlage

Die originale 4-Takt Auspuffanlage wurde gegen verschiedene selbstgefertigte Resonanzauspuffanlagen ausgetauscht. Das aktuelle Layout des Rennauspuffes beruht auf dem "Open Source" Projekt von -Manni- aus dem GSF ( Germanscooterforum). Weitere Details im Technik-Teil unter 4zu2 Teil 2

Auspuff 2007 Klick!

Zündung

Die originale Kontaktzündanlage wurde durch die wartungsfreie und kontaktlose Zündung von "Steini" ersetzt. Nicht nur um den höheren Drehzahlen gerecht zu werden, sondern auch der absolut einfachen Einstellbarkeit wegen. Mehr dazu demnächst im Technik-Teil! Den Link zur KTZ von Steini findet man auf unserer Link Seite.

steiniktz

 

Kolben, Zylinder

Eingebaut wurde im letzten Jahr ein luftgekühlter 210 cm³, beschichteter Aluminiumzylinder der Firma Malossi mit einer Bohrung von 68,5 mm. Aus dem vorhandenen Hub von 61.5 mm ergibt sich daraus ein neuer Hubraum von 226,5 cm³, gegenüber ursprünglich 174 cm³. Die aktuelle Ausbaustufe erhalt gerade einen durchzugstärkeren, aber ebenfalls gebläsegekühlten, Polossi Zylinder.

Zylinder 2007 Klick

 

Kühlluftleitbleche

Die originalen Kühlluftleitbleche wurde gegen neue, an die neue Geometrie angepasste und vor allem handgedengelte, Luftleitbleche ausgetauscht.

Luftleitbleche 2007 Klick!

 

Leistungsdiagramm

Hier verschiedene Diagramme der ersten Evolutionsstufe:

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